Grafikprogramme
Jetzt wird es spannend. Gerade bei der richtigen Wahl des passenden Grafikprogramms gehen die Meinungen ja so etwas von auseinander. Die einen schwören auf das Programm, die anderen auf ein anderes. Der Profi wird von Hause aus die teuren Software-Boliden einsetzen, das kann und will sich ein Gelegenheits-Gestalter nicht erlauben. Mit diesem Artikel möchte ich den Hobby-Gestalter und Gelegenheitsgrafiker am PC ansprechen, nicht den Profi, der alles was nicht von Adobe oder Quark kommt, ablehnt.
Welche Art von Programmen gibt es?
Zum einen findet man auf dem Markt die klassischen Bild- und Fotobearbeitungsprogramme, dann gibt es die Vektor-Zeichenprogramme und Layout-Software zum Gestalten von Printmedien. Sonderlösungen wie CAD-Programme decken den technischen Markt ab. Seit geraumer Zeit gibt es aber auch günstige Allround Lösungen, wie z.B. den
Foto & Grafik Designer 7® oder
Serif PagePlus X6® von Serif. Diese günstigen Tools vereinen meist noch eine zweite, wichtige Zusatzfunktion in sich.

Screenshot von Inkscape
Lesen, Lernen und verstehen
Wenn jemand in einem Forum schreibt, dass er für eine Einladungskarte ein Fotoprogramm einsetzt, darf er sich nicht wundern, wenn ihm später die Druckerei Schwierigkeiten bereitet. Mangels Wissen wurde die Karte mit 96 dpi angelegt. Man darf den Versprechen der Hersteller einfach nicht glauben, wenn behauptet wird, dass man schon nach kurzer Zeit tolle Ergebnisse erziehlen wird! Sicherlich kann man eine vorhandene Vorlage nutzen, wer sich mit dem Programm selber, dem Handbuch und der Materie nicht genügend auseinander setzt, wird kein Erfolgserlebnis haben! Übrigens, für eine Einladungskarte nutzt man kein Fotoprogramm, sondern ein DTP- oder Vektor-Zeichenprogramm.
Inkscape, Scribus und VivaDesigner
Inkscape ist ein Open-Source Vektorprogramm für MAC, Windows und Linux und
Scribus ein Open-Source DTP-Programm. Inkscape ist bis heute nicht über den Status einer 0.48 - Version hinausgekommen. Beide Programme sollten Sie sich einmal ansehen, doch Vorsicht - zum einen ist die Lernkurve in beiden Programmen sehr hoch, auch deshalb, weil sich beide Programme nicht am Windows-Standard orientieren und Sie sollten schon einen schnellen Rechner haben. Sonst macht das Arbeiten keinen Spaß. Die meisten werden dieses Programm nicht kennen, den VivaDesigner, ebenfalls ein DTP-Programm. Schauen Sie einmal auf der Webseite des
Anbieters vorbei. Es gibt auch eine kostenlose, Free-Edition.

Screenshot von Scribus
Corel, Magix und Co.
Über
PhotoImpact X3® und den
Foto & Grafik Designer 7® finden Sie hier im Magazin schon einige Informationen. Ein großer Anbieter von Grafiksoftware ist
Corel®. Deren Programme werden ständig erweitert, man sollte sich aber von deren Support nicht zuviel versprechen. Im Fotobereich glänzt Corel PaintShop Photo Pro X3® und der Corel Painter® von denen es jeweils auch eine abgespeckte Version gibt. Dann gibt es da noch das kostenlose
GIMP mit einer doch merkwürdig anmutenden Oberfläche und das Grafikprogramm
MS PaintNet.
Produkte der Firma Serif
Die englische Firma
Serif bietet für die meisten grafischen Herausforderungen passende Lösungen an. Deren Software gibt es auch in deutscher Sprache. Haupt-Distributor ist die Firma Avanquest deren Preise aber doch etwas höher liegen als z.B. bei Amazon. Flaggschiff ist
Serif PagePlus X6®, ein DTP-Programm mit guten und umfangreichen Möglichkeiten. Mit DrawPlus, MoviePlus, WebPlus und PhotoPlus werden alle wichtigen, kreativen Bereiche abgedeckt.
Welche Software für wen?
Anfänger sollten sich nicht an die dicken Programme heran wagen, es sollen sich doch am Anfang schon Erfolgserlebnisse einstellen. Sie sollten Programme ins Auge fassen, die viele Vorlagen, Fotos und grafische Elemente bereitstellen. Da wären die Produkte von
Magix die erste Wahl. Fortgeschrittene Anwender können sich dann der Herausforderung stellen und die Großen einmal testen.
Zusammenfassung
Wenn Sie sich Software kaufen und ein Handbuch ist dabei - lesen Sie es! Die einschlägigen Foren sind voll von Fragen zu Themen, die in den Handbüchern abgedeckt werden. Setzen Sie Ihre grafischen Ansprüche eigenständig um und überlassen Sie die Lösungen nicht den anderen. Vertrauen Sie auch nicht den Testberichten in Magazinen, die leben von positiven Kritiken damit der Softwarekunde seine Werbung weiterhin dort schaltet. Laden Sie sich Trial- oder Testversionen auf den eigenen Rechner und testen Sie die Software nach Ihren Wünschen. Nutzen Sie von Zeit zu Zeit die Update-Funktion, die meisten Hersteller sind bemüht, Fehler auszumerzen. Suchen Sie nach passenden Foren, dort hilft man gerne weiter.